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T-Ball


Auf den ersten Blick erscheint T-Ball völlig unverständlich. Jemand versucht, einen Ball, der auf einem Ständer liegt, mit einer Keule zu treffen. Der Ball wird hin und her geworfen und alle laufen wild auf dem Platz umher. Allein schon das Spielfeld bereitet einem Probleme. Man sieht keine Tore und es sieht nicht einmal rechteckig aus, wie man es sonst von Fußball, Tennis usw. gewohnt ist.

Aber selbst T-Ball wird nach Regeln [63 KB] gespielt, von denen die wichtigsten hier vorgestellt werden. Das Spielfeld hat etwa das Aussehen eines Viertelkreises, in das ein Quadrat eingelassen ist (das Infield). An den Ecken des Quadrates befinden sich die sogenannten Bases (1., 2. und 3. Base) sowie die Home Plate, wobei die Ecken etwa 14 m auseinander liegen. Es spielen zwei Teams mit je 10 Spielern gegeneinander. Ziel des Spiels ist es, den Ball mit der Keule (dem Bat) ins Spielfeld zu schlagen, um dann anschließend die drei Bases und die Home Plate zu überlaufen. Jeder Spieler, dem dieses gelingt, macht für sein Team einen Run (im Baseball werden die Punkte als Runs gezählt). Während also eine der Mannschaften die Keule schwingt und versucht, Runs zu erzielen (sie ist damit in der Offensive), steht die andere Mannschaft mit den Baseballhandschuhen im Feld, um Runs zu verhindern (sie spielt in der Defensive). Dazu möchte sie drei Spieler des Offensivteams aus machen, d.h. sie möchte die drei Spieler daran hindern, um die Bases zu laufen und Runs zu erzielen. Dies kann auf mehreren Arten erfolgen:

  • Fly out: Der geschlagene Ball wird aus der Luft gefangen. Der Schlagmann (Batter) ist aus; und muß sich wieder auf die Bank setzen, bis er wieder schlagen darf.
  • Tag out: Ein Läufer (Runner) wird mit dem Ball in der Hand oder im Handschuh berührt, während er sich zwischen zwei Bases befindet. Der Runner ist aus.
  • Ground out: Schlägt der Batter den Ball ins Feld, wird er zum Runner und muß nun versuchen, die 1. Base zu erreichen, bevor diese Base von einem Feldspieler in Ballbesitz berührt wird. Kommt er zu spät, ist er aus. Das Berühren einer Base führt bei jedem Runner zum aus, wenn er gezwungen wird, seine Base für einen nachfolgenden Runner zu räumen, da sich auf einer Base nie mehr als ein Runner befinden darf.

Beim Baseball wechselt nach 3 erfolgten outs das Angriffsrecht. Beim T-Ball wird erst gewechselt, wenn alle Kinder einmal geschlagen haben. Hier nun weitere Unterschiede zu den Baseballregeln:

  • Die Kinder haben unbegrenzt viele Versuche, den Ball ins Spiel zu bringen.
  • Sobald die Verteidigung den Ball unter Kontrolle hat, dürfen die Läufer nur noch den Weg zur nächsten Base laufen. Ein Pfiff des Schiedsrichters zeigt an, dass die Verteidigung den Ball hat. Egal was nachher noch passiert, nach dem Pfiff darf der Läufer nur noch die Base erlaufen, auf die er auch schon vor dem Pfiff unterwegs war.
  • Die Kinder dürfen nicht, wie die Erwachsenen, mit den Füßen voraus, in die Bases reinrutschen (sliden) um einem out zu entgehen.
  • Die Kinder dürfen sich erst von den Bases lösen, sobald der Ball geschlagen wurde.
  • Das Spielfeld ist kleiner als ein "normales" Baseballfeld. Die Entfernung von Base zu Base beträgt 14m.